Brennholz kaufen: Welches Holz ist das beste für den Kaminofen?

Inhaltsverzeichnis

Mit den ersten kalten Abenden beginnt die Heizsaison – und viele stehen vor denselben Fragen: Wo kann ich gutes Brennholz kaufen, welche Holzart ist die beste und wie viel darf ein Raummeter kosten? Die Antworten entscheiden darüber, wie viel Wärme Ihr Kaminofen liefert, wie sauber er brennt und wie oft Sie die Scheibe reinigen müssen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welches Brennholz sich für den Kaminofen am besten eignet, wie Sie Raummeter, Festmeter und Schüttraummeter richtig vergleichen, was Brennholz aktuell kostet und woran Sie trockenes Holz erkennen.

Brennholz kaufen für den Kaminofen: PANADERO BAIA SOAP am Abend

Welches Brennholz ist das beste für den Kaminofen?

Pro Kilogramm liefern alle Holzarten fast gleich viel Energie: trockenes Laubholz rund 4,2 kWh, Nadelholz rund 4,3 kWh (bei 15 % Wassergehalt). Der Unterschied liegt in der Dichte. Ein Raummeter Buche oder Eiche ist deutlich schwerer als ein Raummeter Fichte und enthält deshalb mehr Energie – Sie müssen seltener nachlegen und brauchen weniger Lagerplatz.

Holzart Energie je Raummeter* Eigenschaften
Buche ca. 1.900 kWh Gleichmäßige, lange Glut – der Klassiker für den Kaminofen
Eiche ca. 1.950 kWh Sehr energiereich, braucht aber lange zum Trocknen
Kiefer ca. 1.530 kWh Harzig, brennt schneller ab, gut zum Anheizen
Fichte ca. 1.350 kWh Hohe Flamme, neigt zu Funkenflug, günstig zum Anheizen
Pappel ca. 1.200 kWh Sehr leicht, brennt schnell ab

* Geschichtetes Holz bei 15 % Wassergehalt. Quelle: LWF-Merkblatt 12 „Der Energieinhalt von Holz“ (2024).

Auch Esche, Ahorn und Birke sind gutes Kaminholz. Birke ist wegen ihres schönen Flammenbilds beliebt und brennt mit wenig Funkenflug.

Unser Tipp: Nutzen Sie Buche oder anderes Hartholz für die Grundwärme und etwas Nadelholz zum Anzünden. So kommt der Ofen schnell auf Temperatur und hält die Wärme lange. Wie das Schritt für Schritt funktioniert, lesen Sie in unserem Ratgeber Kaminofen richtig anzünden.

Was darf nicht in den Kaminofen?

Erlaubt ist nur naturbelassenes Holz. Lackiertes, beschichtetes oder imprägniertes Holz, Spanplatten, Altholz wie Paletten oder Möbelreste und Abfälle gehören nicht in den Ofen. Sie setzen Schadstoffe frei, verschmutzen Ofen und Schornstein und sind nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) als Brennstoff nicht zugelassen.

Restfeuchte: Wie trocken muss Brennholz sein?

Beim Brennholz kaufen ist trockenes Holz wichtiger als die Holzart. Nach § 3 der 1. BImSchV darf Scheitholz nur verbrannt werden, wenn seine Feuchte unter 25 % liegt – bezogen auf das Trockengewicht. Genau diesen Wert (die Holzfeuchte) zeigen die meisten handelsüblichen Feuchtemessgeräte an. PANADERO empfiehlt, Holz mit höchstens 20 % zu verwenden.

Feuchtes Holz verbraucht einen großen Teil seiner Energie, um das enthaltene Wasser zu verdampfen. Die Folgen: weniger Wärme, mehr Rauch, eine verrußte Scheibe und Glanzruß im Schornstein. Typische Anzeichen für zu nasses Holz:

  • Das Holz zischt oder schäumt an den Enden.
  • Der Ofen qualmt und kommt nur schwer auf Temperatur – weitere Ursachen im Ratgeber Kaminofen zieht nicht.
  • Die Scheibe wird schnell schwarz – Tipps dazu im Ratgeber Kaminofenscheibe reinigen.
  • Beim Aneinanderschlagen klingen die Scheite dumpf statt hell.
  • Trockene Scheite sind leichter und haben Risse an den Stirnseiten.

So messen Sie die Restfeuchte richtig

Spalten Sie einen Scheit und messen Sie in der Mitte der frischen Spaltfläche, quer zur Faserrichtung. Prüfen Sie mehrere Scheite aus verschiedenen Stellen des Stapels. Messungen an der Oberfläche oder an den Stirnseiten zeigen oft zu niedrige Werte.

Wie lange muss Brennholz trocknen?

Gespalten, luftig und überdacht gelagert, erreichen Buche und Fichte unter günstigen Bedingungen laut Untersuchungen des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) Straubing schon in weniger als einem Jahr einen Wassergehalt von 15 bis 20 % (waldwissen.net). Eiche trocknet deutlich langsamer. Wer frisches Holz kauft, sollte mindestens einen Sommer einplanen und das Holz vor dem Verbrennen messen.

Raummeter, Festmeter, Schüttraummeter: So vergleichen Sie Angebote

  • Festmeter (fm): 1 m³ massives Holz ohne Zwischenräume – die Maßeinheit aus dem Forst.
  • Raummeter (rm) oder Ster: 1 m³ sauber geschichtetes Holz mit Luftzwischenräumen.
  • Schüttraummeter (srm): 1 m³ lose geschüttetes Holz – so wird ofenfertiges Holz oft geliefert.

Für gespaltenes 33-cm-Holz gilt als Faustregel: 1 Festmeter ≈ 1,4 Raummeter ≈ 2,1 Schüttraummeter (Quelle: LWF). Ein Schüttraummeter enthält also nur rund zwei Drittel der Holzmenge eines Raummeters. Wer Brennholz kaufen möchte, sollte Angebote deshalb immer in derselben Einheit vergleichen.

Brennholz kaufen 2026: Was kostet ein Raummeter?

Das TFZ ermittelt regelmäßig Durchschnittspreise für Scheitholz in Bayern, inklusive Mehrwertsteuer und Lieferung bis 10 km (Stand Juli 2026):

Sortiment Preis je Raummeter Preis je kWh
Buche, 33 cm, ofenfertig ca. 145 € ca. 9,4 ct
Fichte, 33 cm, ofenfertig ca. 110 € ca. 9,6 ct
Hartholz, Meterware ca. 133 € ca. 8,6 ct
Weichholz, Meterware ca. 96 € ca. 8,5 ct

Quelle: TFZ, Scheitholzpreise (Juli 2026). Je nach Region und Anbieter können die Preise deutlich abweichen.

Interessant: Pro Kilowattstunde ist Fichte kaum günstiger als Buche – Sie brauchen nur mehr Volumen und legen öfter nach. Am günstigsten ist Meterware, die Sie selbst auf Länge sägen und spalten. Wie viel Sie mit Holz gegenüber Heizöl, Gas oder Strom sparen, zeigt unser Ratgeber Heizkosten sparen mit dem Kaminofen.

Passt die Scheitlänge zu Ihrem Ofen?

Ofenfertiges Holz wird meist in 25 oder 33 cm Länge angeboten. Entscheidend ist die maximale Scheitlänge Ihres Kaminofens. PANADERO Kaminöfen nehmen je nach Modell Scheite von 30 bis 80 cm auf, die meisten 50 cm oder mehr. Damit passt auch halbierte Meterware (50 cm) – das spart Geld und Sägearbeit. Die genaue Angabe finden Sie im Datenblatt jedes Modells unter „Holzscheite bis …“.

Brennholz kaufen: Tipps gegen Fehlkäufe

  • Früh kaufen: Im Frühjahr und Sommer ist die Auswahl größer, und frisches Holz hat noch Zeit zum Trocknen. Wer im Herbst kauft, sollte gezielt ofenfertiges, trockenes Holz wählen. Früh planen lohnt sich übrigens auch beim Ofen selbst – siehe Kaminofen im Sommer kaufen.
  • Restfeuchte nachfragen und messen: Seriöse Händler nennen den Wert. Messen Sie bei der Lieferung an einigen frisch gespaltenen Scheiten nach.
  • Einheit prüfen: Raummeter oder Schüttraummeter? Lassen Sie sich Menge und Einheit schriftlich bestätigen.
  • Kammergetrocknet oder luftgetrocknet: Kammergetrocknetes Holz ist sofort einsatzbereit, aber teurer. Luftgetrocknetes Holz ist günstiger, wenn es lange genug gelagert wurde.
  • Regional kaufen: Forstbetriebe, Landwirte und lokale Händler sind oft günstiger als abgepacktes Holz aus dem Baumarkt.

Brennholz richtig lagern

Brennholz kaufen und lagern: PANADERO SINTRA mit Holzvorrat

Nach dem Brennholz kaufen kommt das Lagern: Lagern Sie Ihr Holz luftig, überdacht und mit Abstand zum Boden und zur Hauswand. Alles Wichtige dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Brennholz richtig lagern. Im Wohnraum sollte nur der Tagesvorrat liegen – zum Beispiel in einem modularen rechteckigen Kaminholzregal oder einem modularen kubischen Kaminholzregal. Viele PANADERO Kaminöfen haben außerdem ein integriertes Holzfach.

Lesetipp: Gutes Holz allein reicht nicht – wie Sie damit auch richtig heizen, zeigt unser Ratgeber Kaminofen richtig heizen.

Fazit: Trockenes Hartholz ist die sichere Wahl

Das beste Brennholz für den Kaminofen ist trocken, naturbelassen und passt in den Brennraum. Buche und anderes Hartholz liefern lange, gleichmäßige Wärme, Nadelholz eignet sich zum Anheizen. Wenn Sie Brennholz kaufen, vergleichen Sie immer Preis, Maßeinheit und Restfeuchte – dann heizen Sie sauber, sparsam und im Einklang mit der 1. BImSchV.

Ein moderner Kaminofen holt aus jedem Scheit mehr Wärme heraus. Entdecken Sie unsere Kaminöfen mit doppelter Verbrennung oder lassen Sie sich im Kaufberater das passende Modell empfehlen.

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